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Zoll GAU

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Als US-Präsident Trump gestern Abend kurz nach 22 Uhr unserer Zeit im Rosengarten des Weißen Hauses vor die Presse trat, zündete er die nächste Eskalationsstufe im seit Monaten schwelenden Zollkonflikt. Viele Beobachter sprechen inzwischen offen von einem handfesten Handelskrieg.

Bereits im Tagesverlauf hatten Marktteilnehmer lebhaft über mögliche Zollmaßnahmen diskutiert – teilweise mit abenteuerlichen Thesen. Doch die letztlich verkündeten Fakten überraschten offenbar viele, wenn man die Reaktionen der US-Futures am späten Abend sowie der internationalen Futures-Märkte am folgenden Morgen betrachtet.

In der Presse wurde im Anschluss spekuliert, dass Investoren im Vorfeld auf eine Entspannung gehofft hatten – vor allem nach dem schwachen ersten Quartal, dem schlechtesten seit Beginn der Inflation im Jahr 2022. Die Erholung der Aktienmärkte kurz vor Handelsschluss wurde in diesem Zusammenhang als Ausdruck dieser Hoffnung gewertet.

Doch dann folgte der Paukenschlag: Die US-Regierung kündigte einen pauschalen Einfuhrzoll von 10 % auf Waren aus allen Ländern an – wirksam ab Samstag. Zusätzlich soll ab dem 9. April ein neues, komplexes System greifen, das für Staaten mit besonders hohem Handelsdefizit gegenüber den USA deutlich höhere Zölle vorsieht. Es basiert auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit und bezieht neben Zöllen auch andere Handelshemmnisse mit ein – etwa Subventionen, Einfuhrbeschränkungen, Währungsmanipulation oder den Diebstahl geistigen Eigentums.

Laut „Spiegel“ hat die US-Regierung für jedes betroffene Land einen Belastungswert ermittelt, aus dem der neue Zollsatz abgeleitet wird – etwa die Hälfte dieses schwer überprüfbaren Werts wird als effektiver Zoll festgesetzt. Auf die Frage nach dieser „Großzügigkeit“ meinte Trump lediglich: „Wir sind gute Menschen.“

Die Märkte nahmen diese Milde allerdings nicht wahr – sie reagierten mit deutlichen Verlusten. Beobachter vermuten, dass das Weiße Haus mit dieser Reaktion gerechnet hatte und Trump deshalb erst nach Börsenschluss in den USA und Europa vor die Presse trat.

Die groben Fakten im Überblick:
10 % Grundzoll auf alle Importe – dazu deutlich höhere Sätze für Länder, die Trump als „schmutzige Spieler“ bezeichnet.
Konkret bedeutet das:
- 20 % auf Einfuhren aus der EU
- 24 % auf Waren aus Japan
- 25 % auf Produkte aus Kanada und Mexiko
- 34 % auf chinesische Importe – inklusive bereits bestehender Maßnahmen summiert sich das auf 54 %, so die „Bild“-Zeitung.

Die Reaktionen auf diese Maßnahmen fallen international scharf aus. Ein Analyst von Riley Wealth Management sprach bei CNBC von einem „planlosen Vorgehen“, das größere Komplikationen auslösen werde, als bisher befürchtet – und noch nicht im Markt eingepreist sei. Ein Kollege von CFTA Research rechnet mit weiter sinkenden Kursen und einer Korrektur um mindestens 10 % vom Hoch im vergangenen Dezember.

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